Von Dashboards zu Decisions!
Mitte April fand in Kissimmee, Florida, die Qlik Connect 2026 statt – und unser Kollege Christian Prinz war vor Ort. Die zentrale Botschaft der Veranstaltung war eindeutig: Qlik transformiert sich von der BI-Plattform zur Intelligence-Plattform für das Zeitalter agentischer KI.
Den Auftakt setzte CEO Mike Capone mit einer klaren Ansage: Kunden fragen nicht nach KI um der KI willen – sie fragen nach Ergebnissen. Genau darauf zielt Qliks neue Architektur ab. Im Kern steht die Erkenntnis, dass LLMs allein keine Analytics-Engines sind. Sie sagen Sprache voraus, aber sie rechnen nicht, steuern nicht und verstehen keinen Business-Kontext. Auch der direkte SQL-Weg – LLM an Data Warehouse – liefert nur flache, teure und kontextlose Ergebnisse.
Was fehlt, ist eine Intelligence Layer: eine Schicht, die aus Zusammenfassen echtes Schlussfolgern macht – mit Kontextbewusstsein, governed Reasoning und der Geschwindigkeit der Qlik Associative Engine. Der Zugang zu dieser Intelligenz läuft über den Qlik MCP Server – eine standardisierte, sichere Schnittstelle für AI-Agents wie Claude oder ChatGPT. Das Entscheidende: Dahinter steckt die gesamte bestehende Qlik-Investition. Kein Neuaufbau, sondern ein neuer Kanal zu dem, was bereits da ist.
Für unsere Kunden heißt das: Bestehende Qlik-Applikationen und Datenmodelle werden sofort für AI-Agents nutzbar. Der damit verbundene Paradigmenwechsel war einer der stärksten Momente der Konferenz: Weg von reaktiver Analytik – Daten laden, Dashboard bauen, hoffen dass jemand reinschaut – hin zu Agentic Intelligence: Business-Frage stellen, Antwort erhalten, handeln. Keine Charts mehr liefern, sondern Entscheidungen ermöglichen.
Das Herzstück der Produktankündigungen waren fünf neue Agents, die die Plattform massiv erweitern: ein Predict Agent für kontextbasierte Vorhersagen, ein Automate Agent für automatisierte Workflows, ein Analytics Agent zum Erstellen chat-basierter Frontends, sowie ein Data Catalog und Data Glossary Agent für einheitliche Datenverwaltung. Qlik Answers wird zum zentralen Chat-Hub für all das – und weitere Agents sind bereits in der Pipeline. Was das konkret bedeutet: Vertrauenswürdige Entscheidungen statt LLM-Raten, breiterer Datenzugang für Mitarbeitende, die nie ein Dashboard öffnen, drastisch schnellere Abläufe und Zukunftssicherheit im Zeitalter autonomer Agents.